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Martin Münsterteicher

Martin Münsterteicher
Stv. Kreisgeschäftsführer | Rotkreuzgemeinschaften
Katastrophenschutz | Einsatzdienst

Tel.: 05251 13093-35
m.muensterteicher[at]drk-paderborn[dot]de

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) - Unterstützung für Einsatzkräfte (EKN) - Erste Hilfe für die Seele

Größere Unglücke in den vergangenen Jahren haben in den deutschen Hilfsorganisationen eine besondere Sensibilität für psychische Belastungen, die im Zusammenhang mit Einsätzen entstehen können, geschaffen.

Zahlreiche Untersuchungen aus dem Bereich der Polizei sowie der Feuerwehr und des Rettungsdienstes bestätigen, dass Menschen in Helferberufen einer besonderen Anhäufung belastender Ereignisse ausgesetzt sind, die mitunter das bewältbare Maß übersteigen.

Es hat sich auch gezeigt, dass mit solchen Belastungen nicht nur bei den vergleichsweise seltenen größeren Unglücken zu rechnen ist, sondern vor allem auch bei den alltäglichen Rettungsdiensteinsätzen.

Schaut man sich heute in den Hilfs- und Rettungsdienstorganisationen um, stellt man fest, dass das Problem der berufsspezifischen Belastungen weitgehend erkannt ist und man um Abhilfe bemüht ist.

Kriseninterventionshelfer bei der Betreuung eines Kindes.
Foto: M. Richter / DRK

Nach einigen - gerade auch für junge (ehrenamtliche) Einsatzkräfte bzw. Mitglieder und auch Leitungskräfte des Jugendrotkreuzes - schweren Einsätzen bzw. belastenden Ereignissen rückte das Thema Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) für die eigenen Einsatzkräfte auch beim DRK im Kreis Paderborn immer mehr in den Focus.

Im Jahr 2007 wurde Herr Michael Scharlibbe von der Kreisrotkreuzleitung beauftragt, für den Kreisverband Paderborn eine entsprechende Gruppe aufzubauen. DIe Gruppe hat sich seit dem Jahr 2008 gebildet und wurde in die Grundlagen der psychischen Traumatisierung und die "Erste Hilfe für die Seele" eingewiesen.

Die neu gegründete Gruppe setzt sich aus aktiven DRK-Mitgliedern verschiedener Bereiche und Ortsvereine zusammen.

Voraussetzungen für die Mitarbeit sind:
- ein Mindestalter von 25 Jahren, eher älter
- jeder Mitarbeitende wird durch ein Einzelgespräch mit dem Verantwortlichen der PSNV-Arbeit ausgewählt
- der Interessent muss über Teamfähigkeit und Selbstreflektion verfügen
- Umgang mit Lebenskrisen gehabt haben
- Einfühlungsvermögen besitzen
- mehrjährige Erfahrung in der aktiven DRK-Arbeit mitbringen
- die Fähigkeit zur Belastbarkeit und die Bereitschaft haben, diese Fähigkeit weiter zu entwickeln
Jeder interessent nimmt an einer Einweisung teil, die von dem PSNV-Verantwortlichen geleitet wird.

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