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Norbert Büttner

Leiter Kreisauskunftsbüro

Mail: kab-past-pb@gmx.net

Personenauskunftsstelle / Kreisauskunftsbüro

Haben Sie sich schon einmal um einen nahen Verwandten gesorgt, weil Sie nicht wussten, wo er sich aufhält bzw. nicht rechtzeitig nach Hause kam?

Wie groß muss erst die Sorge sein, wenn dieser von einer Katastrophe oder gar von einem kriegerischen Konflikt betroffen ist?

"Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genau so schwer zu ertragen wie physisches Leid"


Von diesem Satz, Teil einer Resolution der XVII. Rotkreuzkonferenz in Stockholm 1948, wird die wichtige Arbeit des Suchdienstes im Deutschen Roten Kreuz bestimmt.

Die Genfer Abkommen sehen vor, dass jedes Land eine nationale Auskuftsstelle zu errichten hat. Die Bundesregierung hat das Deutsche Rote Kreuz beauftragt, entsprechende Einrichtungen vorzubereiten. Das kann aber nicht erst im Ernstfall geschehen. Deshalb ist das DRK bemüht, bundesweit und flächendeckend Kreisauskunftsbüros einzurichten, um Betroffenen im Ernstfall bürgernah eine Anlaufstelle zu bieten.

Katastrophen wie kürzlich das verheerende Erdbeben und der Tsunami in Japan oder die schrecklichen Ereignisse bei der Loveparade in Duisburg machen deutlich: Nicht nur die sofortige Verfügbarkeit von Rettungskräften ist gefragt. Auch eine Stelle, die Angehörigen Auskunft über das Schicksal Betroffener und vielleeicht glücklicherweise Nichtbetroffener machen kann, muss zur Verfügung stehen. Die Großschadensabwehr in Deutschland sieht in solchen Fällen in jedem Kreis die Einrichtung einer Personenauskunftsstelle vor.


Der Kreis Paderborn hat mit dieser Aufgabe das Deutsche Rote Kreuz beauftragt, das im Krisenfall ohnehin für die Personenauskunft zuständig ist.

Die Personenauskunftsstelle des KAB Paderborn im Einsatz. Eingehende Daten werden in der EDV erfasst. Foto: Nilgün Özel / DRK

Der DRK-Suchdienst in Paderborn hilft Menschen, die durch eine Katastrophe oder ein anderes Großschadensereignis in Deutschland den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Kreisauskunftsbüros sammeln, erfassen und ordnen Daten von Betroffenen, um berechtigten Personen Auskunft über deren Verbleib geben zu können.

 

"Die Auskunftsstelle, Kreisauskunftsbüro oder kurz KAB genannt, besteht aus 15 bis 25 Personen. Diese nehmen im Einsatzfall die vom Ort des Geschehens eingehenden Meldungen über Verletzte, Evakuierte und andere Betroffene entgegen und bereiten diese so auf, dass bei Anfragen von Angehörigen Auskunft über den Verbleib der gescuhten Person gegeben werden kann", so Norbert Büttner, Leiter der Paderborner DRK-Personenauskunftsstelle.

 

Unser Auftrag:

Wir suchen Angehörige, die durch Konflikte oder Katastrophen getrennt wurden, um sie wieder miteinander in Verbindung zu bringen.

  • Einrichtung und Betrieb einer Personenauskunftsstelle als zentrale Anlaufstelle
  • Entgegennahme von Informationen über verletzte und unverletzte Betroffene
  • Registrierung von Helfern
  • Suchanträge entgegennehmen
  • Kontakte wiederherstellen
  • Familien zusammenführen
  • Auskunftserteilung

Die Beauftragung erfolgt je nach Einsatzlage durch den Bund, das Land NRW, den Kreis Paderborn oder durch das Rote Kreuz.

Übungen und Schulungen

Lagebesprechung in den Diensträumen des Kreisauskunftsbüros in der Kreisverwaltung Paderborn während einer Übung (Foto: Martin Münsterteicher/DRK)

Im Ernstfall erhalten die Freiwilligen zumeist handschriftlich ausgefüllte Meldekarten und müssen diese schnell erfassen. Die Gruppe des KAB trifft sich deshalb alle zwei Monate und übt nach den gültigen Richtlinien des Landes NRW und des DRK. Dazu gehört auch der routinierte Umgang mit den computergestützten Informations- und Kommunikationssystemen.

Aufgeregte Anrufer, zumeist simuliert durch andere Rotkreuzler, müssen beruhigt und informiert werden. Stressig wird es für die Helferinnen und Helfer, wenn die Daten der evakuierten bzw. im Schadensfall auch verletzten Personen nicht schnell genug vorliegen und auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet werden müssen. Deshalb arbeiten sowohl der Kreis, die Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz als auch alle sonst beteiligten Organisationen daran, die Erfassung der Personen zu optimieren.

Eine Gruppe des KAB Paderborn mit dem Landrat des Kreises Paderborn, Manfred Müller (hintere Reihe, 3. vo. li.) und dem damaligen Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Paderborn, Uwe Jürgens (vorn, mitte). Foto: Nilgün Özel / DRK Paderborn

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