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Martin Münsterteicher

Martin Münsterteicher
Stv. Kreisgeschäftsführer | Rotkreuzgemeinschaften
Katastrophenschutz | Einsatzdienst

Tel.: 05251 13093-35
m.muensterteicher[at]drk-paderborn[dot]de

Die Bereitschaften – auf alle Notsituationen vorbereitet

Ob bei den Spielen des SC Paderborn 07 in der heimischen Benteler-Arena, den Karnevalsumzügen in Delbrück, beim Osterlauf und zu Libori in Paderborn, dem Kreisschützenfest im Altkreis Büren, dem Hederauenfest in Salzkotten und bei vielen weiteren größeren und kleineren Veranstaltungen im gesamten Kreis Paderborn - wo viele Menschen zusammen kommen, gibt es kleine und größere Notfälle.

Menschen in Not können sich auf die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Paderborn verlassen.

Spezialisten für kleine und große Notfälle

Rettungssanitäter beim Einsatz
Die ehrenamtlichen Helfer des Sanitätsdienstes sorgen dafür, dass verletzte oder erkrankte Menschen schnell und kompetent versorgt werden können. Falls notwendig, koordinieren sie auch den Transport ins Krankenhaus. Foto: Christian Salmen / DRK

Die Bereitschaften sind auf alle Arten von Notfällen und Einsätzen vorbereitet. Mit rund 160.000 ehrenamtlichen Helfern sorgen die Bereitschaften mit dafür, dass sich die Menschen in Deutschland auf die geschlossene DRK-Hilfekette aus Beraten, Vorsorgen, Retten, Betreuen, Pflegen und Nachsorgen verlassen können.

Die Ehrenamtlichen der Bereitschaften unterstützen die mobilen Blutspendezentren des DRKs und retten durch die Ausbildung von Ersthelfern jedes Jahr Menschenleben. Sie stellen den Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen, versorgen Verletzte nach einem Verkehrsunfall und sorgen für die psychologische Betreuung von Betroffenen. Fehlt es an Unterkünften oder müssen Mahlzeiten zubereitet werden, sind die Bereitschaften zur Stelle.

Bei der Suche nach Verschütteten kommen die feinen Nasen der Rettungshunde zum Einsatz. Um die Suche vermisster Angehöriger kümmern sich die Helfer der Bereitschaften im Suchdienst.

Katastrophenvorsorge des DRK im Kreis Paderborn

Helfer der Einsatzgruppen Altenbeken und Schloß Neuhaus bei der Einsatzübung "Phönix 2011" auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt. Foto: DRK

Das Land NRW hat sich auf der Grundlage eines DRK-Konzeptes entschlossen, multifunktionale Einsatzeinheiten (EE) zu schaffen, die bei Schadensereignissen jeder Größenordnung schnell und flexibel in der Lage sind, abgestimmt auf die bereits bestehenden Strukturen des Rettungsdienstes und der Feuerwehren, den betroffenen Menschen gezielt zu helfen.

Aufgrund ihrer Größe mit mind. 66 Personen (inkl. Zweitbesetzung) setzen sich die Einsatzeinheiten aus mehreren Ortsvereinen zusammen. Im Bedarfsfall werden die Komponenten einer Einheit gemeinsam alarmiert. Sie treffen sich dann an festgelegten Sammelplätzen und fahren je nach Einsatzkonzept bzw. Auftrag geschlossen zur Einsatzstelle.

Das Rote Kreuz unterhält 3 von insgesamt 5 Einsatzeinheiten im Kreisgebiet Paderborn. Davon ist eine Einsatzeinheit dem Kreis Höxter zugeteilt, da hier die notwendig Vorhaltung von mind. 4 Einsatzeinheiten personell nicht möglich ist.
Die 1. Einheit (EE NRW Paderborn 01) setzt sich zusammen aus den Ortsvereinen Büren, Delbrück, und Salzkotten. Die 2. Einheit (EE Paderborn 02) stellen die Ortsvereine Altenbeken, Paderborn und Schloß Neuhaus. Die 5. Einheit (EE Höxter 03/Paderborn 05) wird aus den Ortsvereinen Bad Lippspringe, Delbrück, Hövelhof, Paderborn und Schloß Neuhaus gebildet.

Die Einheiten des Katastrophenschutzes sind im Vorsorgeplan des Kreises Paderborn bei der Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten (ManV) eingebunden und stellen sowohl für eine Behandlungsplatz-Bereitschaft als auch für eine Betreuungsplatz-Bereitschaft Personal und Material zur Verfügung.


Sanitätsdienst - schnelle Hilfe bei Veranstaltungen

Ob Rockkonzert, Fußballspiel, Karnevalsumzug oder Straßenfest – wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es viele kleine und größere Notfälle. Hier leistet der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes ebenso schnelle Hilfe wie im Katastrophenfall. Der Sanitätsdienst ist auch zur Stelle, wenn Menschen verschüttet wurden: mit den Rettungshunden.

Sanitätsdienst beim Fussballspiel
Foto: C. Salmen / DRK Schloß Neuhaus
Sie sorgen für die Sicherheit bei den Heimspielen des SC Paderborn 07 in der Benteler-Arena - Die Helferinnen und Helfer vom DRK im Kreis Paderborn - Foto: DRK Schloß Neuhaus

Die ehrenamtlichen Helfer des Sanitätsdienstes sorgen bei Veranstaltungen mit dem Sanitätswachdienst dafür, dass verletzte oder erkrankte Menschen schnell und kompetent versorgt werden können. Falls notwendig, koordinieren sie auch den Transport ins Krankenhaus. Die freiwilligen Helfer werden sorgfältig ausgebildet und für ihre Einsätze angemessen ausgerüstet.

Ebenso wichtig ist der Einsatz der DRK-Sanitäter bei Blutspende-Terminen. Sie übernehmen die Nachbetreung der Blutspender, messen Blutdruck und stellen sicher, dass die notwendige Ruhezeit nach der Blutspende eingehalten wird.

Durch die regelmäßigen Einsätze sind die DRK-Sanitäter erfahren und einsatzerprobt. Kommt es zu einem Massenanfall von Verletzten, beispielsweise nach Massenkarambolagen oder einem Zugunglück, unterstützt der Sanitätsdienst die Einsatzkräfte vor Ort. Die Sanitäter haben deshalb eine wichtige Funktion in der DRK-Katastrophenhilfe.

Ein besonderer Bestandteil des DRK-Sanitätsdienstes sind die Rettungshundestaffeln. Sie kommen zum Einsatz, wenn Menschen im Zuge eines Rettungseinsatzes erst gesucht werden müssen: nach einem Hauseinsturz oder wenn Menschen im Wald oder in der Fläche vermisst werden.


Der DRK-Betreuungsdienst

Ein Unglücksfall trifft Menschen auf unterschiedliche Weise. Wenn Autofahrer in eisiger Kälte stundenlang im Stau stehen, ein Haus abbrennt, eine Flut ganze Lebensgrundlagen zerstört, sind die Betroffenen, auch wenn sie vielleicht nicht verletzt wurden, dennoch auf Hilfen wie Verpflegung, Unterkunft, Pflege oder Bekleidung angewiesen. Der Betreuungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes hilft Menschen in Not mit dem, was sie am dringendsten benötigen.

Auf alles vorbereitet

Betreuungsdienst bei der bereitung und Ausgabe von Verpflegung
Einsatz des Verpflegungstrupps Paderborn bei einer Veranstaltung: leckere Erbsensuppe aus dem Feldkochherd. Foto: Patrick Hilgers/DRK

Der DRK-Betreuungsdienst ist auf die unterschiedlichsten Notsituationen vorbereitet. Auf lokaler Ebene können die freiwilligen Helfer in kürzester Zeit bis zu 500 Menschen mit Essen und Trinken versorgen, Notunterkünfte und Kleidung zur Verfügung stellen. Für die psycho-soziale Betreuung der Betroffenen sind die Ehrenamtlichen ebenfalls geschult. Der Vorteil: In Großschadensfällen können sie auf das professionelle Netzwerk des Deutschen Roten Kreuzes zurückgreifen und Hilfe aus dem ganzen Bundesgebiet bekommen.

Orkan-Einsatz des Betreuungsdienstes

Foto: Essensausgabe. Ein Mann mit Schürze rührt in einem riesigen Topf.
In Altenbeken fuhr in Bahnhofsnähe ein ICE gegen einen Baum, der wegen des Orkans Kyrill in die Oberleitung gestürzt war. Dabei brach Feuer aus, das zum Glück nicht auf den Zug übergriff. Die Feuerwehr Altenbeken löschte den Baumbrand und brachte 110 unverletzte Reisende zur Eggelandhalle, wo sie von Einsatzkräften des DRK bis zur Weiterfahrt mit Bussen versorgt wurden. Foto: heimatpflege-altenbeken

Am 18. Januar 2007 fegt der Orkan Kyrill mit einer Geschwindigkeit von bis zu 225 km/h über Europa. Auch in Deutschland ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt, Bäume werden umgeknickt, die Bahn stellt teilweise ihren Betrieb ein. Mitten drin: Die Helfer des DRK-Betreuungsdienstes.

Beispiel Altenbeken: Als der Sturm mit voller Wucht ausbricht, kann ein ICE kurz vorm Bahnhof Altenbeken nicht weiterfahren. Dutzende Menschen, darunter Kinder, Behinderte und alte Menschen, sitzen in dem Zug fest, ohne Aussicht auf eine baldige Weiterfahrt. "Wir haben uns deshalb entschlossen, für die Menschen eine Notunterkunft in der Eggelandhalle zu errichten", erzählt Markus Barkhausen, Rotkreuzleiter in Altenbeken. Dort werden die Menschen bis zu ihrer Weiterfahrt von den Rotkreuzlern versorgt.

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