Sie sind hier: Aktuelles » 

Minister Reul besucht DRK in Delbrück - NRW Innenminister dankt für den ehrenamtlichen Einsatz

Am 29.08.2020 besuchte der NRW–Innenminister Herbert Reul die Zentralwache, den gemeinsamen Standort von Rettungsdienst, DRK, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei in der Stadt Delbrück.

Fotos: Axel Langer, Roven Kriesten

In einem 45-minütigen Statement stellte er sich unmissverständlich vor die Einsatzkräfte. „Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungsdienstkräfte werden immer häufiger angegriffen, beschimpft und beleidigt. Ich kann solche Angriffe nicht nachvollziehen und erwarte, dass jeder Fall zur Anzeige gebracht wird, egal ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst.“

Zum Auftakt seines Besuchs in den DRK-Räumen bedankte er sich ausdrücklich für den großen ehrenamtlichen DRK-Einsatz im Kreis Gütersloh anlässlich des Coronaausbruchs im Sommer dieses Jahres.

Im Gespräch mit dem Minister erläuterte Helmut Westermilies, Mitglied im KV-Präsidium, 1980 Mitinitiator der Zentralwache, die ursprüngliche Intention der gemeinsamen Unterbringung von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und der vom DRK besetzten Rettungswache. „Die Zentralwache war bei Fertigstellung 1983 unter Einbindung des Katastrophenschutzes ein Pilotprojekt im Land NRW. Der Gebäudeteil des DRK konnte nur durch den enormen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte, den Mitteln des Kreisverbandes sowie der tatkräftigen Unterstützung der Stadt Delbrück und der KatS- Behörden realisiert werden.“ Angesichts der aktuellen Überlegungen zur Neuausrichtung des Gebäudekomplexes wies er rückblickend auf den hervorragenden Austausch zwischen den beteiligten Organisationen hin.

Beim gemeinsamen Rundgang durch das DRK-Gebäude erläuterte die Vorsitzende des DRK–Stadtverbandes Delbrück, Tanja Tolzmann, die positive Entwicklung der Rotkreuzarbeit in der Stadt. „Neben dem Katastrophenschutz und den Einsatzdiensten haben sich vielfältige soziale Angebote wie Mutter-Kind-Gruppen, eine Kleiderkammer, das Jugendrotkreuz, interkulturelle Gruppen u. v. m. unter einem Dach entwickelt.“

Rotkreuzleiter Roman Kristen war es abschließend noch einmal wichtig, die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Beteiligten zu unterstreichen, die in der Zentralwache aufgrund der räumlichen Nähe optimal funktioniert.

Mit dem Ausdruck eines großen Respekts und tiefer Dankbarkeit schloss der Minister seinen Besuch ab. „Ohne das zuverlässige Ehrenamt würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.“

 

 

3. September 2020 12:23 Uhr. Alter: 18 Tage