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10 Jahre Hausnotruf beim DRK in Paderborn

Mit dem Hausnotruf des Deutschen Roten Kreuzes nie alleine sein – das ist seit mittlerweile zehn Jahren das Motto des DRK im Kreis Paderborn. Etwa 300 Menschen im Kreisgebiet nutzen diesen Service aktuell und können trotz Alter, Krankheit oder Behinderung in ihrer häuslichen Umegbung wohnen bleiben – und sich dabei stets geborgen und sicher fühlen, während pflegende Angehörige entlastet werden.

Zehn Jahre Hausnotruf des DRK-Kreisverbands Paderborn: das feiern (von links) Patient Dieter Silbermann, Dieter Bliege (DRK-Fahrdienst), Pflegedienstleiterin Melanie Wittig und Birgit Arens, die den Hausnotruf des DRK leitet. Foto: Besim Mazhiqi

Birgit Arens, Leiterin des Hausnotruf-Dienstes: „Unsere Kunden verschaffen sich mit dem Hausnotruf Sicherheit per Knopfdruck.“ So wie Dieter Silbermann. Der Senior lebt mittlerweile alleine zu Hause. Sein ständiger Begleiter: ein Armband mit einem großen roten Knopf. „Wenn ich den drücke, wird sofort das DRK informiert und mir kann jederzeit geholfen werden“, sagt Silbermann. Mittels einer Basisstation in seinem Zuhause können DRK-Mitarbeiter im Ernstfall mit ihm sprechen, sich nach seinem Befinden erkundigen und Hilfemaßnahmen einleiten. Silbermann: „Das gibt mir ein gutes Gefühl. Ich nehme das Armband schon gar nicht mehr ab.“ Das Gute daran: Die Krankenkasse übernimmt je nach Pflegegrad die Kosten für diesen Service.

Der Hausnotruf ist nur eines der drei wesentlichen Standbeine, die der Paderborner DRK-Kreisverband stetig ausbaut. Engen Kontakt zum Hausnotruf hält zum Beispiel der ambulante Pflegedienst des DRK. „Das Wort Pflegenotstand ist in aller Munde“, sagt Pflegedienstleiterin Melanie Wittig, deren sieben Mitarbeiter momentan bis zu 30 Patienten aktiv in der Pflege unterstützen. Eine Stammbelegschaft von 15 Mitarbeitern sei das Ziel. Ab 2020 bildet der Kreisverband daher auch Pflegekräfte aus. „Wir sind ein kollegiales Team und setzen auf flexible Arbeitszeitmodelle“, sagt Wittig und freut sich auf die kommenden Aufgaben.

Flexibilität ist auch das Stichwort für den Fahrdienst des DRK. Er ermöglicht praktisches und bequemes Reisen – ob mit oder ohne Gehstock, Rollator oder – von demnächst an – auch mit Rollstuhl. Dieter Bliege vom Fahrdienst: „Wir sind drei Hauptamtliche und fünf Studenten, die mit vier Fahrzeugen unterwegs sind.“ Der Trend gehe von der stationären zur ambulanten Reha. „Patienten werden von uns abgeholt, zu ihren Terminen gefahren und sicher wieder nach Hause gebracht“, sagt Bliege. Dabei decken er und sein Team, das seit April Dienst ist, das gesamte Kreisgebiet ab. 

DRK-Kreisgeschäftsführer Bernd Horenkamp: „Uns ist Evolution wichtig, nicht Revolution. Wir schaffen Synergieeffekte zwischen Hausnotruf, Pflege- und Fahrdienst, um unseren Kunden so das bestmögliche Angebot zu ermöglichen.“ Dieses Angebot erstreckt sich auch über den Bau von Kitas und Gebäuden für die Tages- bzw. Altenpflege sowie die Einrichtung von Wohngruppen. Die Investitionssumme dafür liegt laut Horenkamp bei etwa zwölf Millionen Euro.

4. September 2019 11:04 Uhr. Alter: 68 Tage