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Gruppe „BaLiHövelBorn“ siegt beim Rotkreuzwettbewerb

Ein Szenario unseres 65. Rotkreuz-Wettbewerbs in der Realschule Delbrück: Eine Zuschauertribüne am Rande eines Radrennens ist zusammengestürzt und hat viele Menschen unter sich begraben. Schreiende Menschen laufen in Panik durcheinander, blutende Personen liegen auf dem Boden, andere stehen unter Schock und völlig bleich daneben. Mühsam verschafft sich eine Sanitätsgruppe einen ersten Überblick. Am Ende steht fest: 20 (!) Menschen sind verletzt worden, viele davon schwer, und sogar ein Todesopfer gibt es zu beklagen. Zum Glück ist alles nur eine der an diesem Tag gestellten Aufgaben. Eine Aufgabe, die es aber im wahrsten Sinne des Wortes „in sich“ hatte. Hier galt es, im sehr realistisch dargestelltem „Chaos“ erste Behandlungsschritte zu organisieren und erste medizinische Hilfe zu leisten.

Foto: M. Münsterteicher

Sechs Gruppen aus dem Kreis Paderborn, darunter auch eine gemischte Gruppe mit Helfern des THW und des DRK sowie eine Gruppe des Kreisverbandes Warburg stellten sich den insgesamt acht Aufgaben. 27 Schiedsrichter, fünf Stationshelfer und 40 Notfalldarsteller sorgten für eine realistische Aufgabenstellung und einen reibungslosen Ablauf. Weitere 35 Helfer des Delbrücker DRK-Stadtverbandes umsorgten alle Mitwirkenden. »Dass der Stadtverband neben der Organisation auch noch mit zwei Wettbewerbsgruppen vertreten ist, ist schon eine tolle Leistung«, lobt Kreisrotkreuzleiter Hubertus Schmidt.

Unter dem Motto »Tour de Delbrück« hatten die Aufgaben fast alle etwas mit Radfahren zu tun. Die aus den Rotkreuzgruppen Bad Lippspringe, Hövelhof und Paderborn zusammengesetzte Gruppe „BaLiHövelBorn“ qualifizierte sich am Ende als Sieger des Kreiswettbewerbs und darf somit beim Landeswettbewerb in Halver am 30. Juni starten. Die Gruppe bilden Markus Amedick, Christian Honerlage, Tobias Wulle, Frederick Waldeyer, Lena Haß und Pasqual Wrobel. Sie setzten sich mit 907 Punkten gegen Paderborn (805 Punkte) und Delbrück I (736 Punkte) durch.

Der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Heinz Köhler, dankte bei der Eröffnung des Wettbewerbs den Teilnehmern und den guten Geistern im Hintergrund sowie der Schule. In Namen des Kreises lobte Bernhard Wissing : »Ich sehe viele junge Leute, die bis in die Haarspitzen motiviert sind, sich mit anderen Rot-Kreuz-Gemeinschaften zu vergleichen.«

Die von Wettbewerbsleiter Thomas Gabor, Johannes Fiebrandt und Sebastian Langenhorst ausgedachten acht Aufgaben umfassten Rot-Kreuz-Wissen in all seinen Facetten. So musste u.a. ein Großraumzelt aufgebaut und vorbereitet werden. Eine Jugendgruppe, die sich mit einem Noro-Virus infiziert hatte, musste auf die Abreise vorbereitet werden, und es galt, Verbände an einem „verletzten“ Rettungshund anzulegen.

Im kommenden Jahr richtet der Ortsverein Büren den Rotkreuzwettbewerb des DRK Kreisverbandes aus und lädt anschließend zum großen Helferfest ein.

12. März 2018 15:17 Uhr. Alter: 271 Tage