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Generationen füreinander begeistern - Jugendrotkreuz Schloß Neuhaus bringt mit neuem Projekt "Alt und Jung" an einen Tisch

Dass alte und junge Generationen viel voneinander lernen können und dabei mehr gemeinsam haben, als sie selbst vielleicht denken, zeigt seit einiger Zeit ein neues Projekt beim Deutschen Roten Kreuz in Schloß Neuhaus.

Eindrücke vom ersten Schnuppertreffen: „Alt und Jung“ kommen sich beim gemeinsamen Stricken und Häkeln näher. Foto: Jacqueline Heinrichsmeier/DRK Schloß Neuhaus

Unter dem Motto „Alt trifft Jung“ tauschen sich Seniorinnen der Gymnastikgruppe mit Jugendlichen des interkulturellen Mädchentreffs des Jugendrotkreuzes über für sie alltägliche Dinge aus. Ein Kontakt, der in dieser Form selten geworden ist. „Ich fand es sehr schade, dass wir uns Woche für Woche ausschließlich begegnet sind, weil unsere Gruppentermine zufällig zeitlich aneinander grenzen“, erinnert sich Saskia Günnewicht, Leiterin der Jugendgruppe, von ihren Erfahrungen. Nach langen Überlegungen, beide Generationen für ein gemeinsames Thema zu begeistern und sie so zusammenzubringen, brachte Saskia Günnewicht schließlich die Jugendlichen selbst auf eine passende Idee. „In unserer Gruppe kochen und basteln wir sehr viel. Oft kamen dabei Fragen nach traditionellen Zubereitungsarten oder Fertigkeiten auf. Und niemand kann diese Dinge besser vermitteln, als eine Generation, die Stricken, Häkeln Kochen von Grund auf gelernt hat“, berichtet Saskia Günnewicht.

Die Idee für einen gemeinsamen Austausch fand auch bei den Seniorinnen der Gymnastikgruppe schnell große Zustimmung. „Überzeugt werden musste niemand. Im Gegenteil: Unsere Teilnehmerinnen waren begeistert von so viel Interesse an den eigenen Fähigkeiten“, freut sich Inge Schäfermeyer, Leiterin der Gymnastikgruppe, über so viel Offenheit.

Es treffen sich nun beide Generationen zu einem Austausch der besonderen Art. „Jedes Treffen steht unter einem bestimmten Thema. Ob Stricken, Häkeln oder Pizza backen, es gibt viel, was wir an Erfahrung an die Jugendlichen weitergeben können“, weiß Inge Schäfermeyer. Es sind jedoch nicht nur die Jugendlichen, die noch etwas dazu lernen können. „Gerade bei modernen technischen Fragen sind unsere Jugendlichen natürlich auf dem neuesten Stand. Das wollen wir nutzen, um den Seniorinnen zum Beispiel mehr über die Handynutzung oder das Internet zu vermitteln“, berichtet Saskia Günnewicht von den Planungen.

So profitieren „Alt“ und „Jung“ von einem Austausch, der auf beiden Seiten unentdeckte Interessen zu Tage fördert. „Und ganz nebenbei tragen wir dazu bei, dass sich Generationen, die sich sonst skeptisch gegenüber stehen, besser verstehen und näher zusammenrücken“, resümiert Saskia Günnewicht stolz. Nach dem großen Erfolg des ersten „Schnuppertreffens“, gibt es bereits Ideen, das Projekt auszuweiten. So sei es durchaus denkbar, auch Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen in Schloß Neuhaus und Umgebung einzubinden und Nachmittage zu organisieren.

Damit das neue Projekt jedoch auch auf Dauer bestehen kann, sucht das Jugendrotkreuz derzeit noch eine weitere ehrenamtliche Helferin zur Unterstützung. Interessierte erhalten Informationen beim DRK Schloß Neuhaus unter info@drk-schlossneuhaus.de. Alternativ können unter der Telefonnummer (05254/7169) auch Kontaktdaten hinterlassen werden, die Rotkreuzleitung wird sich darauf kurzfristig zurückmelden.

Text: Christian Salmen/DRK Schloß Neuhaus

23. Juli 2014 12:33 Uhr. Alter: 3 Jahre