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Im Alter länger zu Hause leben - Selbstständig und sicher. Neuer DRK-Mitarbeiter berät über Möglichkeiten des Hausnotrufs.

Im Alter möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben, das ist der Wunsch vieler Senioren. Um rund um die Uhr jemanden kontaktieren zu können, falls doch einmal etwas sein sollte, gibt es Hausnotrufsysteme, wie sie von Hilfsorganisationen angeboten werden. Das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Paderborn hat mit Thomas Derksen nun einen neuen Ansprechpartner, der Senioren und Angehörige umfassend über die Möglichkeiten des Hausnotrufes berät.

DRK-Mitarbeiter Thomas Derksen berät ab sofort kreisweit Senioren und Angehörige über die Möglichkeiten des DRK-Hausnotrufsystems. Foto: M. Münsterteicher/DRK

„Wir erleben immer wieder, dass die heutigen Möglichkeiten eines solchen Systems völlig unbekannt sind“, erklärt Thomas Derksen. Oft werde daher zu früh ein Pflegedienst zur Betreuung bestellt oder es komme die Unterbringung in einem Seniorenheim in Betracht. „Durch eine persönliche Beratung, die auf Wunsch auch zu Hause durchgeführt wird, können wir oftmals ganz neue Wege aufzeigen, weiterhin zu Hause leben zu können“, so Derksen. Als fester Ansprechpartner jederzeit bei Fragen erreichbar zu sein, helfe dabei, eine vertrauensvolle Ebene zu schaffen.

Es geht schließlich um nichts geringeres, als das selbstbestimmte Leben zu Hause. In vielen Fällen ist dies auch noch ohne Probleme möglich, doch mit zunehmendem Alter ist es wünschenswert jemanden in der Nähe zu haben, den man notfalls herbei rufen kann.

„Es muss außerdem die Möglichkeit gegeben sein, einfach und ohne Probleme Hilfe zu rufen. Ein modernes Handy ist da oft viel zu umständlich in der Bedienung und hat auch nicht überall Empfang“, weiß Thomas Derksen.

Hausnotrufsysteme bieten hier eine Lösung für beide Probleme. Ein Ruftaster, der am Arm oder an einer Kette befestigt um den Hals getragen werden kann, wird mit einer Basisstation verbunden. „Drückt der Kunde diesen Knopf, so wird über die Station automatisch das Zentrum des DRK-Hausnotrufes angerufen“, erklärt der DRK-Mitarbeiter. Ähnlich wie bei einer Rettungsdienstleitstelle stünde dort rund um die Uhr ein Ansprechpartner zur Verfügung. Im Computer sind wichtige Bezugspersonen, Telefonnummern und Adressen gespeichert, die zuvor von den Senioren oder ihren Angehörigen hinterlegt wurden. „Das kann beispielsweise auch ein ständig erreichbarer Pflegedienst sein, dem zuvor ein Wohnungsschlüssel ausgehändigt wird“, so Derksen. Auch für dringendere medizinische Notfälle seien die Mitarbeiter in der Telefonzentrale geschult, sodass sie ernste Lagen erkennen könnten um den Rettungsdienst zu informieren.

Anders als noch vor ein paar Jahren gibt es inzwischen in der technischen Umsetzung der Hausnotrufsysteme kaum noch Grenzen. „Wir haben nahezu für jede Wohnsituation und Anwendungswunsch die passenden Lösungen“, verrät Derksen. So gebe es viele verschiedene Notruftaster, um die Möglichkeit verschiedene Stationen zu vernetzen und auch ein Telefonanschluss sei heute nicht mehr zwingend notwendig. Die persönliche Beratung schätzt Thomas Derksen daher als besonders wichtig ein: „Wir können vor Ort die individuellen Situationen der Senioren einschätzen und daraufhin ein passendes System so kostengünstig wie möglich zur Verfügung stellen.“

Auf diese Weise konnten dank moderner Hausnotrufsysteme schon viele Senioren deutlich länger eigenständig zu Hause leben. Und das mit einem sicheren Gefühl.

Text: Christian Salmen, DRK

24. Februar 2014 11:29 Uhr. Alter: 4 Jahre