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Sanitäter fit für den Ernstfall

13 neue Sanitätshelfer beim Deutschen Roten Kreuz

DRK-Fachdienstausbilder Sebastian Langenhorst (3. v. re.) erklärt den Lehrgangsteilnehmern die Handhabung und den Gebrauch der medizinischen Ausstattung in einem Sanitätsrucksack.

Kreis Paderborn. Medizinische Hilfe leisten wenn es darauf ankommt. 13 neue Nachwuchs-Helfer aus den Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Paderborn sind jetzt professionell darauf vorbereitet. Sie absolvierten erfolgreich die Ausbildung zum Sanitätshelfer.

Eine leblose Person liegt auf dem Boden. Sie atmet nicht und auch der Puls ist nicht mehr zu fühlen. Auf dieses Prüfungsszenario haben sich Marvin Lindemann (DRK Delbrück) und Dietmar Brökelmann (DRK Schloß Neuhaus) lange vorbereitet. Sofort wissen sie was zu tun ist, beginnen mit der erweiterten Reanimation, fordern den Rettungsdienst nach und bereiten alles für den Notarzt vor. Sie sind zwei der 13 Teilnehmer, die die Ausbildung zum Sanitätshelfer beim DRK Kreisverband Paderborn absolviert haben. Kurze Zeit später ist der Teil der verschiedenen praktischen Prüfungen beendet. Lehrgangsleiter Sebastian Langenhorst zeigt sich zufrieden: „So wollen wir die Reanimation sehen. Die beiden haben das richtig gut gemacht.“ Und auch Marvin Lindemann ist erleichtert: „Die Ausbildung und die Prüfungen waren gar nicht so einfach. Vor allem das medizinische Fachwissen und die komplexen Fallbeispiele haben uns ganz schön viel abverlangt“.

In über 60 Unterrichtsstunden wurden den Ehrenamtlichen in den Wochen zuvor alle wichtigen Notfallbilder und die Anwendung moderner Rettungstechniken vermittelt. Hinzu kam theoretisches Wissen über Anatomie und zahlreiche Mechanismen, die im menschlichen Körper ablaufen. „Mit dem Lehrgang haben sich die Helfer auf die sanitätsdienstliche Komponente des DRK spezialisiert und einen ersten Schritt in Richtung des Rettungsdienstes gemacht“, erklärt Sebastian Langenhorst. Die Helfer seien nun in der Lage Notfallbilder zu erkennen, nach modernen Standards die richtigen Maßnahmen zu treffen und anschließend auch mit dem Personal des Rettungsdienstes zusammen zu arbeiten.

Und die gründliche Ausbildung macht Sinn. Schließlich dürfen die ausgebildeten Sanitätshelfer nun eigenverantwortlich bei Sanitätsdiensten und im Katastrophenschutz eingesetzt werden, um Patienten mit leichten bis schweren Verletzungen zu versorgen. „Trotzdem werden die Helfer nicht alleine gelassen. Vor allem frisch ausgebildete DRK-Kräfte werden in den Ortsvereinen grundsätzlich mit erfahrenen und noch höher qualifizierten Helfern eingesetzt, damit sie mit professioneller Hilfe Erfahrungen in der Praxis sammeln können“, weiß Hubertus Schmidt, als Kreisrotkreuzleiter zuständig für den Bereich Einsatzdienste beim DRK im Kreis Paderborn.

Damit die Helfer im Notfall trotzdem auch an anderer Stelle eingesetzt werden können, absolvierten fast alle von ihnen zuvor die Grundausbildungen aller Fachdienste, in denen das Rote Kreuz im Einsatzdienst tätig wird. Dazu gehören sowohl der Betreuungsdienst, als auch der Bereich Technik und Sicherheit. „Im Katastrophenschutz stellen wir damit sicher, jeden Helfer universell einsetzen zu können. Das ermöglicht im Einsatzfall eine einmalige Flexibilität, die es so nur beim DRK gibt“, ergänzt Schmidt.

Dass die Helfer einen so großen Teil ihrer Freizeit investieren liegt laut Schmidt vor allem an der Gemeinschaft, aber auch an den vielfältigen Herausforderungen beim DRK. „Es macht einfach Spaß gemeinsam in einer Gruppe Verantwortung zu übernehmen und durch immer neue Aufgaben gefordert zu werden“, so Schmidt. 

Text: Christian Salmen, DRK

17. Februar 2013 19:59 Uhr. Alter: 5 Jahre