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Mit der Lizenz zum Helfen

33 neue Sanitätshelfer beim Deutschen Roten Kreuz im Kreis Paderborn

Sanitätshelfer beim Deutschen Roten Kreuz im Kreis Paderborn

Die Ausbildung zum Sanitätshelfer umfasste neben der Theorie auch viele Praxisthemen. Als sehr anspruchsvoll erwies sich das Thema Retten aus unwegsamem Gelände. Hier wurde den Teilnehmern aus den Ortsvereinen großes Können und Geschick abverlangt, galt es doch den Betroffenen mit der Trage möglichst schonend aus seiner misslichen Lage zu retten

Stark blutende Wunden versorgen, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erkennen und richtig Handeln oder eine Person nach einem Kreislaufstillstand reanimieren.

Auf diese Aufgaben sind 33 Nachwuchs-Helfer aus den Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Paderborn jetzt professionell vorbereitet. In einer knapp 60 Unterrichtsstunden dauernden Ausbildung zum Sanitätshelfer wurden den Ehrenamtlichen alle wichtigen Notfallbilder und die Anwendung moderner Rettungstechniken vermittelt. „Mit dem Lehrgang haben sich die Helfer auf die sanitätsdienstliche Komponente des DRK spezialisiert und einen ersten Schritt in Richtung des Rettungsdienstes gemacht“, erklärt Lehrgangsleiter Manfred Schäfer, Fachberater Ausbildung des DRK-Kreisverbandes Paderborn. Dass Ausbildung sowie die abschließende Prüfung nicht einfach waren, weiß Teilnehmer Renè Christan vom DRK Delbrück. „Vor allem das medizinische Fachwissen und die komplexen Fallbeispiele zur praktischen Übung haben uns ganz schön viel abverlangt“, so Christan.

Doch mit der Leistung seiner Teilnehmer ist Schäfer äußerst zufrieden. So seien die dreiteiligen Prüfungen, bestehend aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Tests nahezu durchweg mit guten Noten absolviert worden.
Und die gründliche Ausbildung macht Sinn. Schließlich dürfen die ausgebildeten Sanitätshelfer nun eigenverantwortlich bei Sanitätsdiensten und im Katastrophenschutz eingesetzt werden, um Patienten mit leichten bis schweren Verletzungen fachmännisch zu versorgen. „Trotzdem werden die Helfer nicht alleine gelassen. Vor allem frisch ausgebildete DRK-Kräfte werden in den Ortsvereinen grundsätzlich mit erfahrenen und noch höher qualifizierten Helfern eingesetzt, damit sie mit professioneller Hilfe Erfahrungen in der Praxis sammeln können“, weiß Manfred Schäfer.
Damit die Helfer im Notfall trotzdem auch an anderer Stelle eingesetzt werden können, absolvierten sie zuvor ein halbes Jahr lang die Grundausbildungen aller Fachdienste, in denen das Rote Kreuz tätig wird. „Dazu gehören der Betreuungsdienst, aber auch eine Grundausbildung in Technik und Sicherheit“, so Schäfer.

Dass die Helfer einen so großen Teil ihrer Freizeit für das DRK investieren liegt laut Renè Christan vor allem an der Gemeinschaft. „Es macht einfach Spaß gemeinsam in einer Gruppe Verantwortung zu übernehmen und gefordert zu werden“, so Christan.

Foto: DRK KV Paderborn / Text: Christian Salmen, DRK Schloß Neuhaus

15. September 2011 00:00 Uhr. Alter: 6 Jahre