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Wenn Meister feiern

DRK-Helfer aus dem Kreis Paderborn unterstützten Sanitätsdienst in Dortmund

Das DRK Salzkotten im Sanitätseinsatz in Dortmund: (oben von li.) Sven Müller, Matthias Gösken, Rotkreuzleiter Uwe Sturhan, Matthias Fischer (unten von li.) Anne Keuper, Stefanie Rensing, Britta Keuper, Karsten Gütthoff

Sie feierten eine der größten Meister-Feiern, die es je gab. Rund 400.000 Fans kamen am letzten Bundesliga-Wochenende in Dortmund zusammen um der Mannschaft des BVB zur deutschen Fußballmeisterschaft zu gratulieren. Zahlreiche Stars aus der Musikszene schlossen sich an und sorgten für die passende Partystimmung. 

Mit dabei waren auch Helferinnen und Helfer des Ortsvereins Salzkotten des Deutschen Roten Kreuzes. Jedoch nicht zum feiern, sondern um für die medizinische Sicherheit der feiernden Fans zu sorgen. 
„Nach einer landesweiten Anfrage durch das DRK Dortmund fanden sich bei uns schnell Freiwillige um den Sanitätsdienst der Großveranstaltung zu unterstützen“, berichtet Uwe Sturhan, Rotkreuzleiter des DRK Salzkotten. 
Eingesetzt wurden die Helfer in einem Gebiet von 5000m², rund um die Westfalenhallen, an denen sich der Großteil der Feiernden sammelte. Aufgabe der DRK-Kräfte war es, als mobile Teams die Erstversorgung von Verletzten zu sichern und einen Weitertransport zur nächsten Hilfsstelle zu organisieren. „Trotzdem die Fans äußerst friedlich und zuvorkommend waren, gestaltete es sich teilweise schwierig sich einen Weg durch die Menschenmenge zu bahnen“, berichtet Britta Keuper vom DRK Salzkotten. 
Viele Patienten hatten die Einsatzkräfte jedoch glücklicherweise nicht. Den Organisatoren zufolge mussten lediglich 126 Personen an den Unfallhilfsstellen behandelt werden, 30 von Ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser weiter transportiert. 
„Aus diesem Grund blieb auch für uns Helfer ein wenig Zeit um die Atmosphäre zu genießen und die verschiedenen Showacts zu sehen“, so Keuper. 

Werden Großveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen geplant gibt es genaue Sicherheitsvorschriften, die eingehalten werden müssen. „Ein Sanitätsdienst dieser Größe erfordert immer die Unterstützung von Helfern anderer Kreise“, weiß Martin Münsterteicher, stellvertretender Geschäftsführer des DRK im Kreis Paderborn und zuständig für die Organisation des Katastrophenschutzes des DRK im Kreisverband Paderborn. „Für unsere Helfer sind das attraktive Veranstaltungen. Sie lernen so nicht nur die Arbeitsabläufe mit teilweise vielen Patienten kennen, sondern können auch hinter die Kulissen großer Events schauen“, so Münsterteicher. 

Das DRK im Kreis Paderborn entsendet regelmäßig Einsatzkräfte für überörtliche Hilfe bei Großveranstaltungen. Zuletzt wurden die Helfer während des traurigen Unglücks der Loveparade in Duisburg im vergangenen Sommer tätig.

1. März 2011 00:00 Uhr. Alter: 8 Jahre