Die dem Helfer drohenden Gefahren werden oftmals übertrieben dargestellt. Auch sie dienen manchmal als "Entschuldigung" für die eigene Untätigkeit. Tatsache ist: In den seltensten Fällen können für den Ersthelfer Gefahren entstehen. Sie drohen in der Regel nur dann, wenn Vorsichtsmaßnahmen außer acht gelassen werden. Auch das Risiko, sich bei Erste-Hilfe-Leistungen mit dem Immunschwäche-Virus HIV zu infizieren und dadurch AIDS zu bekommen, ist faktisch auszuschließen: Indem die - auch schon vor Entdeckung des HIV-Virus - empfohlenen Schutzmaßnahmen vor Infektionen beachtet werden. Diese Maßnahmen - wie auch Vorsichtsregeln für andere denkbare Gefahren - erlernt und übt man in einem Lehrgang zur Ersten Hilfe. Und auch aus einem weiteren Grund kann sich jeder Ersthelfer sicher fühlen: Wer nach einem Unfall Erste-Hilfe leistet, ist umfassend versichert. Verletzt sich der Helfer, so stehen ihm zum Beispiel die Ansprüche aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu. Es gilt der Grundsatz: Wer einem anderen hilft, soll dadurch keinen Schaden haben. Angst vor Selbstgefährdung braucht also niemanden davon abzuhalten, Erste Hilfe zu leisten. 
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