Startseite Nach oben Sie brauchen Hilfe Sie wollen helfen Was wir tun Wer wir sind Intern Adressen Datenschutz Impressum Inhalt | | Einsatzübung des DRK auf der A 33 bei Borchen: Reisende aus Bus evakuiert Kreisweite Alarm- und Ausrückordnung eingeführt
40 Reisende aus Süddeutschland hatten einen tollen Ausflug an der Nordsee verbracht. Nun fahren sie bei nebligem, nasskaltem Wetter auf der A 33 Richtung Süden, um am Samstag wieder daheim zu sein. Doch plötzlich steigt beißender Qualm aus der Armaturentafel des Busses. Der Busfahrer schafft es noch gerade, das Fahrzeug bis zum nahen Parkplatz „Letzter Heller“ in Höhe Borchen-Etteln zu lenken. Umgehend fordert er alle Reisende auf, den Bus zu verlassen. Mittels Handy alarmiert er die Feuerwehr, die schnell aus Borchen anrückt und den Kabelbrand ablöscht. Was nun? Der Bus ist nicht mehr fahrtauglich, das Gepäck durch Löschwasser völlig durchnässt, der bereits telefonisch angeforderte Ersatzbus kommt aus Süddeutschland und wird erst in frühestens 10 Stunden hier eintreffen. Folgerichtig alarmiert die Feuerwehr Borchen über die Kreisleitstelle das DRK mit der Bitte, sich um die Betroffenen zu kümmern, die frierend und ohne Gepäck in der Dunkelheit auf der Autobahn stehen. Ausgehend von den Erfahrungen, die das DRK in der Vergangenheit bei Einsätzen der DRK-Einsatzgruppen Delbrück und Hövelhof sammeln konnte, wurde in diesem Jahr gemeinsam eine Alarm- und Ausrückordnung (AAO) für alle DRK-Einsatzgruppen im Kreis Paderborn erstellt. Hierdurch ist es künftig möglich, kreisweit bei allen möglichen Schadenslagen eine Rotkreuzgruppe, eine Einsatzeinheit oder das gesamte DRK-Einsatzpotential zu alarmieren und einzusetzen. So auch bei der eingangs geschilderten Schadenslage mit dem Reisebus. Alarmiert durch die Kreisleitstelle mittels Funkmeldeempfänger wurden die Mannschaftswagen des DRK aus Bad Lippspringe, Büren, Delbrück, Hövelhof, Lichtenau, Paderborn, Salzkotten und Schloss Neuhaus, jeweils mit einem Fahrer und Betreuer besetzt, auf die Autobahn gerufen um die 40 Betroffenen in eine Notunterkunft zu fahren, die gleichzeitig durch Rotkreuzkräfte aus Büren, Salzkotten, Delbrück und Schloss Neuhaus im Bürener DRK-Haus sowie der angrenzenden Almeschule eingerichtet wurde. Unter der Leitung der DRK-Einsatzleiter Rainer Kruschinski, Martin Münsterteicher und Thomas Antpöhler waren bereits eineinhalb Stunden nach der Alarmierung um 18.00 Uhr alle Betroffenen, die von der Jugendfeuerwehr, der Alterskameradschaft und aktiven Kameraden der Feuerwehr Hövelhof dargestellt wurden, registriert, untergebracht und durch DRK-Fachkräfte entsprechend betreut. Der Bus wurde von der Firma Berens Reisen aus Hövelhof zur Verfügung gestellt.
In der anschließenden Übungsbesprechung zeigten sich Kreisrotkreuzleiterin Cäcilia Reuter und Kreisrotkreuzleiter Helmut Westermilies zufrieden mit der Umsetzung der neuen Alarm- und Ausrückordnung. Dieses bestätigten auch die Schiedsrichter Martin Fröher (DRK Paderborn) und 2 Kameraden aus dem Kreisverband Soest, die hier und da einige Verbesserungsvorschläge in der Einsatzabwicklung aufzeigten, insgesamt aber eine gute Arbeit bescheinigen konnten. Tief beeindruckt zeigten sich auch Jürgen Duffek und Nikolaus Krondraf vom Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK), die als Gäste die Einsatzübung beobachteten. Beide absolvierten ein Gastpraktikum in den DRK-Rettungswachen in Bad Lippspringe und Delbrück. "Bei uns in Österreich kümmert man sich beim Roten Kreuz in erster Linie um Verletzte. Unverletzte Betroffene müssen sich in der Regel selbst helfen. Eine tolle Anregung, die wir hier durch diese Einsatzübung mit nach Hause nehmen können.", so die beiden Österreicher in der Nachbesprechung.
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