DRK-Beschluss: Mehr als 100.000 Euro für Wiederaufbau im Seebebengebiet

Das Spendengeld aus dem Kreis Paderborn soll in vier neue Gesundheitsstationen auf der indonesischen Insel Sabang Island fließen

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Die Flut ist gegangen – das DRK bleibt: Der Kreisverband Paderborn engagiert sich beim Wiederaufbau von Gesundheitsstationen im südasiatischen Seebebengebiet. Das beschlossen (v. l.) Franz-Josef Tewes (Schatzmeister Kreisverband), Hermann-Josef Mikus ( Schatzmeister DRK Altenbeken), DRK-Kreisvorsitzender Uwe Jürgens, Martin Bendix ( Kreisrotkreuzleiter), Brigitte Hökenschnieder (Kreisrotkreuzleiterin), Norbert Rosenkranz (Vorsitzender DRK Lichtenau), Bernhard Schäfer (stellv. Vorsitzender DRK Hövelhof), Karl-Heinz Stork (Vorsitzender DRK Salzkotten), Bernhard Schaefer (Vorsitzender DRK Schloss Neuhaus), Dr. Bernhard Winnemöller (Vorsitzender des DRK-Stadtverbandes Delbrück), Heinz Otten (Schatzmeister DRK Bad Lippspringe), Bernd Wilcke (Vorsitzender DRK Paderborn) und Walter Lücke (Innenrevisor)

Der Kreisverband Paderborn des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt den Aufbau von Gesundheitsstationen auf der vom verheerenden Seebeben heimgesuchten Insel Sumatra. Der Vorstand fasste jetzt den Beschluss, dafür die Summe von 107.251,70 Euro bereit zustellen.

Rückblende: Am 26. Dezember 2004 verursachte ein schweres Seebeben der Stärke 8,9 und, dadurch ausgelöst, ein Tsunami schwerste Verwüstungen vor allem an den tief liegenden Küstengebieten der Länder Indien, Sri Lanka, Malediven, Myanmar, Thailand, Bangladesch und Indonesien. Mit über 200.000 Toten und weit über 400.000 Menschen ohne Obdach ist Indonesien von den Auswirkungen schwer betroffen. Hinzu kommen schwerste Schäden an der Infrastruktur vor allem in meist abgelegenen und unterentwickelten Regionen der indonesischen Insel Sumatra, die durch ein weiteres schweres Beben nahe der vor Sumatra gelegenen Insel Nias Ende März noch weiter verstärkt wurden.

Auch auf der vor der nördlichen Spitze von Sumatra gelegenen Insel Pulau Weh – Sabang Island genannt – entstanden Millionen Sachschäden und Verluste unter der Bevölkerung. In den ersten drei Monaten standen Nothilfeaktivitäten im Bereich medizinischer und Wasserversorgung vor allem im Subdistrikt Teunom/Distrikt Aceh Jaya im Vordergrund. Seit Anfang April jedoch wurden parallel Erkundungen durchgeführt, um mittel- und längerfristige Projekte des Wiederaufbaus zu erkunden.

In Koordinierungstreffen der Rotkreuzbewegung in der so genannten Movement Platform wurde die dringende Notwendigkeit festgestellt, die Bevölkerung durch den Aufbau von Gesundheitsstationen zu unterstützen. Führungsrolle für den Neuaufbau Dem DRK wurde sowohl von der Movement Platform, als auch von den lokalen Behörden (Bürgermeister von Sabang Island) in diesem Bereich der Wiederaufbaumaßnahmen eine Führungsrolle für den Neuaufbau bzw. die Renovierung von vier Gesundheitsstationen auf der Insel Sabang angetragen.

Es handelt sich hierbei um zwei „Puskesmas“ (Gesundheitsstationen mit ärztlicher Betreuung und Bettenstation) und zwei dazugehörige kleinere „Pustu“ (Versorgung durch Krankenschwester), die alle an anderer, vom Meer weiter entfernten Stelle neu aufgebaut werden. Die Arbeiten sollen im wesentlichen Bauunternehmen ausgeführt werden, die durch Behörden beauftragt werden. Das Rote Kreuz wird neben der Finanzierung des Projektes die Einzelprojekte technisch und finanziell überwachen. Die Gesamtprojektkosten für die Wiederherrichtung der Gesundheitsstationen auf Sabang Island betragen für die kommenden 1,5 Jahre rund 550.000 Euro. Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Paderborn und die Vorsitzenden der DRK-Ortsvereine verständigten sich jetzt darauf, den Aufbau der Puskesmas und Pustu finanziell zu unterstützen.

Hierzu stellt das DRK aus dem Kreis Paderborn 107.251,70 Euro aus zweckgebundenen Beträgen bereit. Die Mittel sollen gezielt für dieses Projekt eingesetzt werden, da das örtliche DRK den Aufbau der Gesundheitsstationen begleiten und weitere Spenden hierfür einsetzen kann. Die Spendengelder stammen aus verschiedenen Aktionen, die vom Kreisverband, seinen Ortsvereinen, Schulen, örtlichen Firmen, verschiedenen Vereinen, britischen Schulkindern und deren Angehörigen, Bäckereien und Privatpersonen zur Verfügung gestellt wurden. Neben dieser zweckgebundenen Spende konnte das DRK aus dem Kreis Paderborn bereits im Januar über 50.000 Euro auf das Soforthilfekonto „Südasien“ Nr. 41 41 41 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00, überweisen. Der zweckgebundene Betrag zum Aufbau der Gesundheitsstationen kam zusammen, da die Vertreter aus den Ortsvereinen ihre Mittel für dieses Projekt einsetzen.

Foto und Text: Neue Westfälische

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