Pfiffig und erfolgreich

DRK-Spendenaktion brachte 1,5 Tonnen Münzgeld im Kreis

DRK-Jahresempfang: Kreisverbandsvorsitzender Uwe Jürgens (rechts) dankte seinem Vorgänger Werner Henke. Links: Ulrich Brüll, DRK- Geschäftsführer im Kreis Paderborn.

 

Die Jahrhundertflut an Donau und Elbe beschäftigte viele Helfer. Auch das Deutsche Rote Kreuz aus dem Kreis Paderborn war mit konkreter Hilfe, wochenlanger Alarmbereitschaft und der Weitergabe von Spenden daran beteiligt, wie der neue Vorstandsvorsitzende des Kreisverbands, Uwe Jürgens, gestern beim Jahresempfang erläuterte.

Namentlich nannte Jürgens den Neuhäuser Martin Bendix, der im Raum Magdeburg im Einsatz war, um bei der Trinkwasserversorgung zu helfen. Als besonders engagierte Spender im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe erwähnte der Vorsitzende das Capitol Musiktheater, die Geha Möbelwerke Hövelhof und die Belegschaft der Firma VW Thiel Paderborn. „Dank Ihnen allen, auch den hier nicht genannten Spendern“, formulierte Uwe Jürgens im DRK-Zentrum an der Neuhäuser Straße vor den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Als „besondere Förderer“ hob Jürgens „ganz ausnahmsweise“, wie er betonte, Renate Nixdorf, Peter Diemel und Hans Buch hervor.

Sehr erfolgreich seien im vergangenen Jahr die Blutspendeaktionen verlaufen. Mit einem Plus von gut 3.600 Spenden zählte das DRK fast 30.000 Blutspenden im Kreis Paderborn.

Als „griffig und pfiffig“ bezeichnete der Vorsitzende außer dem den Slogan „Geben Sie uns den Rest“ bei der Spendenaktion zur Einführung des Euro. Die Erfolgsbilanz: 1,46 Tonnen Münzgeld kamen allein im Kreis Paderborn in die Spendenkasse des DRK! Allerdings: Gezählt wurde das Geld der bundesweiten Aktion in London. „Daher kennen wir den Betrag leider nicht“, begründete Jürgens.

Besonders in den Blickpunkt rückte der Vorsitzende die Sozialarbeit, die vom DRK geleistet werde. Sie sei in der Öffentlichkeit wesentlich weniger bekannt als zum Beispiel der Suchdienst oder die Blutspendeaktionen. „Wer verbindet beispielsweise Kindertagesstätten mit dem Deutschen Roten Kreuz. Wer hat das Rote-Kreuz-Zeichen vor Augen, wenn es um ambulante und stationäre Pflege geht, um Servicewohnen für Senioren oder Seniorenerholungen?“

Insgesamt umfasst der Kreisverband Paderborn zehn Ortsvereine mit 700 Helferinnen und Helfern sowie 200 Jugendrotkreuzlern. Die Zahl der Fördermitglieder stieg im Jahr 2002 auf insgesamt 10.800.

Uwe Jürgens gratulierte seinem Vorgänger Werner Henke, der vor wenigen Tagen 75. Geburtstag feiern konnte. Henke leitete 25 Jahre lang den DRK-Kreisverband Paderborn. Als Dank für das große Engagement überreichte Jürgens eine Zusammenstellung von Presseberichten in gebundener Form. Titel: „Momente einer Ara“.

Gruß- und Dankworte an das DRK formulierten gestern Bürgermeister Heinz Paus für die Stadt Paderborn und der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmitz für den Kreis.

Foto und Text: Neue Westfälische

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