Rotes Kreuz ist nach Seebeben gefordert

Seebeben in Südasien

Spendenaufruf: Uwe Jürgens (DRK-Kreisverbandsvorsitzender) und Kinderarzt Prof. Dr. Joachim Gardemann (rechts).

Zwei heimische Rotkreuzler stehen auf Abruf / Regionalflughafen soll sich auf Rückkehrer einstellen / Straßensammlungen / Geldspenden
Martin Bendix und Jan Koll vom Deutschen Roten Kreuz im Kreis Paderborn sitzen auf gepackten Koffern. Jederzeit können sie innerhalb von 24 Stunden als Helfer in die Krisenregion Südostasien angefordert werden. Die Wassertechniker werden eventuell für die große Trinkwasseraufbereitungsanlage benötigt, die gestern der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe mit seiner Hilfszugsabteilung von Nottuln nach Sri Lanka transportiert hat.

Auch der Flughafen Paderborn-Lippstadt wurde vom Bundesinnenministerium genau wie die Nachbarn in Dortmund und Münster/Osnabrück über mögliche Rückkehrer und deren notwendige soziale Betreuung informiert.

Vor Ort wird der DRK-Ortsverein ab heute Straßensammlungen - etwa am Südring-Center - durchführen. Bei den kommenden Veranstaltungen des DRK werden zudem Sammelbüchsen aufgestellt. "Der Ankauf von Bedarfsgegenständen vor Ort ist das oberste Ziel", erläuterte Prof. Dr. Joachim Gardemann, stellvertretender Landesarzt im DRK-Landesverband Westfalen Lippe, deshalb seien Geldspenden auch das beste Mittel, um zu helfen. Gardemann führten bereits mehrfach Hilfseinsätze mit der internationalen Rotkreuzföderation nach Tansania, Sudan, Mazedonien Iran und die Mongolei.

Die Trinkwasserversorgung ist momentan das A und O im Krisengebiet. Durch die Vielzahl der Leichen von Menschen und Tieren werden Seuchen wie Cholera befürchtet. Die Trinkwasseranlage aus Westfalen produziert täglich 120.000 Liter Wasser, mindestens sieben Liter sind täglich pro Person nötig, um Durchfall zu vermeiden.

DRK-Spendenkonto: Deutsches Rotes Kreuz, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00, Konto-Nr. 41 41 41, Stichwort: Südasien.

Foto und Text: Neue Westfälische

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